Chronologie
1677
Kupferschmied Christian Schulz (1652–1732) heiratet am 11. Januar 1677 die Witwe seines Meisters und übernimmt dessen Kupferschmiedewerkstatt, die er unter seinem Namen weiterführt. Damit beginnt vor 336 Jahren die Unternehmensgeschichte von SCHULZ in Bamberg. Von Anfang an prägend ist die Zugehörigkeit zur Zunft der Kupferschmiede im Hochstift Bamberg.
1703
Hanns Geörg Schulz (1677–1750) tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird Kupferschmied. Als ältester Sohn übernimmt er am 26. Dezember 1703 die Werkstatt seines Vaters. Prägend für seine Zeit sind Aufträge für das Bamberger Domkapitel, darunter Weihwasserkessel und kupferne Eimer für den Brunnen der Domkrypta, die heute noch benutzt werden.
1747
Tobias Schulz (1719–1767) wird wie sein Vater Kupferschmied und übernimmt 1747 den Betrieb. In der Zunft der Bamberger Kupferschmiede spielt er als Viermeister eine bedeutende Rolle. Sein spektakulärster Auftrag ist die kupferne Neueindeckung der vier Türme des Bamberger Doms. Bei Schlussarbeiten an einer Turmspitze verunglückt er tödlich. Er wird im Kreuzgang des Domes bestattet.
1768
Jörg Schulz (1748–1830) führt 1768 nach dem plötzlichen und unerwarteten Tode seines Vaters im Alter von 19 Jahren die Schulz’sche Kupferschmiedewerkstatt weiter. Neben der Herstellung und Reparatur von Braukesseln werden auch unter seiner Leitung viele Aufträge für den Bamberger Dom, aber auch für andere Bamberger Kirchen ausgeführt.
1804
1804 übernimmt Kupferschmied Andreas Schulz (1782–1865) die Werkstatt seines Vaters. Seit der Wende zum 19. Jahrhundert ist das Handwerk der Kupferschmiede in Bamberg mit zwei Meistern und drei Gesellen fest in den Händen der Familie Schulz. Von Andreas Schulz stammt das älteste noch in Betrieb befindliche Brauhaus, das sich heute in der Museumsbrauerei in Bad Windsheim befindet.
1853
Friedrich Schulz (1821–1874) ist eine sehr vielseitige und innovative Persönlichkeit. Im Alter von 20 Jahren gewinnt er einen Preis auf einer Industrieausstellung. 1851 besucht er als Kupferschmiedmeister die 1. Weltausstellung in London. Aus seiner Hand stammen sowohl technisch als auch künstlerisch sehr anspruchsvolle Arbeiten. Er übernimmt den Betrieb seines Vaters im Jahr 1853.
1874
Kaspar Schulz (1856–1915) wird – wie seine Vorfahren – Kupferschmiedemeister. Er führt den elterlichen Betrieb seit dem Tod seines Vaters 1874. Am 13. März 1879 meldet er ein Gewerbe als „Kupferschmied und Eisenhändler“ an. Seitdem trägt das Unternehmen seinen Namen. Unter ihm erfolgt endgültig die Spezialisierung auf Herstellung von Braukesseln.
1887
Der Nachfrage insbesondere nach großen Braukesseln ist das Stammhaus am Unteren Kaulberg räumlich nicht mehr gewachsen. Daher verlagert Kaspar Schulz 1887 seinen Betrieb auf ein größeres Gelände in der Bamberger Innenstadt. Unter der Adresse Frauenstraße 15 wird hier bis 1968 produziert.
1915
Adalbert Schulz (1888–1985) wird nicht nur zum Kupferschmied ausgebildet, sondern studiert darüber hinaus Maschinenbau in Hannover. Mit dieser bestmöglichen Ausbildung führt er das Unternehmen nach dem Tod seines Vaters 1915 in Richtung Industriebetrieb. Neben der sich immer weiter entwickelnden Herstellung von Brauereimaschinen gewinnt auch der Apparatebau eine bedeutende Stellung.
1956
Aufgrund des großen Platzbedarfs bei der Tankherstellung beginnt Adalbert Schulz 1956 mit der Errichtung einer eigenen Produktionsstätte für den Aluminiumtankbau am nördlichen Stadtrand von Bamberg, dem heutigen Unternehmensstandort. Nach und nach wird das gesamte Unternehmen hierhin verlegt.
1968
Günter Schulz-Hess (geb. 1943) führt als Maschinenbauingenieur das Unternehmen seit dem Umzug an den neuen Standort am Bamberger Stadtrand ab 1. April 1968. Er setzt Meilensteine bei der Automatisierung und Computerisierung der Brautechnik. Den Trend zur Neugründung von kleinen und mittleren Brauereien im In- und Ausland gestaltet er maßgeblich.
2008
Seit 2008 leitet Johannes Schulz-Hess als ausgebildeter Architekt das Familienunternehmen in der 10. Generation. Besonderes Augenmerk gilt der unternehmenseigenen Forschung, den technologischen Weiterentwicklungen, Innovationen und Optimierungen im Brauprozess, der Energieeffizienz im Hinblick auf die CO2-freie Brauerei und der Nachhaltigkeit.

Historie

Am 11. Januar 1677 übernahm der Bamberger Kupferschmied Christian Schulz die Schmiedewerkstatt seines verstorbenen Meisters und legte damit den Grundstein für eine über 339-jährige Unternehmensgeschichte. Neben Haushaltsgegenständen aus Kupfer schmiedete Christian Schulz in jener Zeit auch Braupfannen für die Brauer im damaligen Fürstbistum Bamberg. Er wurde zu einem gefragten Kupferschmied und zu einer der Schlüsselfiguren in der Zunft der Bamberger Kupferschmiede. Christian Schulz begründete eine Linie von Kupferschmieden, die seinen Betrieb weiterführten, sein Know-how ständig weiterentwickelten und über Jahrhunderte Bamberger Handwerks-, Gewerbe- und Industriegeschichte mitgestalteten. Das Stammhaus, der Arbeits-, Wohn- und Lebensbereich der Familie Schulz, war umgeben von zahlreichen Brauereien. Die Schulz’schen Kupferschmiede konnten von dieser Lage und der frühen Spezialisierung auf Brautechnik in hohem Maße profitieren. Aus der Kupferschmiedewerkstatt des Christian Schulz wuchs in 10 Generationen ein innovatives Unternehmen für die komplette Brautechnik. SCHULZ ist eine Erfolgsgeschichte und Bambergs ältester noch existierender Industriebetrieb.

Siehe auch Wikipedia

Die Schulz-Dynastie: 10 Generationen

1652–1732 Christian Schulz
1677–1750 Hanns Geörg Schulz
1719–1767 Tobias Schulz
1748–1830 Jörg Schulz
1782–1865 Andreas Schulz
1821–1874 Friedrich Schulz
1856–1915 Kaspar Schulz
1888–1985 Adalbert Schulz
geb. 1943 Günter Schulz-Hess
geb. 1976 Johannes Schulz-Hess
Kupferschmied Christian Schulz heiratet am 11. Januar 1677 die Witwe seines Meisters und übernimmt dessen Kupferschmiedewerkstatt, die er unter seinem Namen weiterführt. Damit beginnt vor 336 Jahren die Unternehmensgeschichte von SCHULZ in Bamberg. Von Anfang an prägend ist die Zugehörigkeit zur Zunft der Kupferschmiede im Hochstift Bamberg.
Hanns Geörg Schulz tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird Kupferschmied. Als ältester Sohn übernimmt er am 26. Dezember 1703 die Werkstatt seines Vaters. Prägend für seine Zeit sind Aufträge für das Bamberger Domkapitel, darunter Weihwasserkessel und kupferne Eimer für den Brunnen der Domkrypta, die heute noch benutzt werden.
Tobias Schulz wird wie sein Vater Kupferschmied. In der Zunft der Bamberger Kupferschmiede spielt er als Viermeister eine bedeutende Rolle. Sein spektakulärster Auftrag ist die kupferne Neueindeckung der vier Türme des Bamberger Doms. Bei Schlussarbeiten an einer Turmspitze verunglückt er tödlich. Er wird im Kreuzgang des Domes bestattet.
Jörg Schulz führt nach dem plötzlichen und unerwarteten Tode seines Vaters im Alter von 19 Jahren die Schulz’sche Kupferschmiedewerkstatt weiter. Neben der Herstellung und Reparatur von Braukesseln werden auch unter seiner Leitung viele Aufträge für den Bamberger Dom, aber auch für andere Bamberger Kirchen ausgeführt.
Andreas Schulz wird wiederum Kupferschmied. Seit der Wende zum 19. Jahrhundert ist das Handwerk der Kupferschmiede in Bamberg mit zwei Meistern und drei Gesellen fest in den Händen der Familie Schulz. Von Andreas Schulz stammt das älteste noch in Betrieb befindliche Brauhaus, das sich heute in der Museumsbrauerei in Bad Windsheim befindet.
Friedrich Schulz ist eine sehr vielseitige und innovative Persönlichkeit. Im Alter von 20 Jahren gewinnt er einen Preis auf einer Industrieausstellung. 1851 besucht er als Kupferschmiedmeister die 1. Weltausstellung in London. Aus seiner Hand stammen sowohl technisch als auch künstlerisch sehr anspruchsvolle Arbeiten.
Kaspar Schulz wird – wie seine Vorfahren – Kupferschmiedemeister. Am 13. März 1879 meldet er ein Gewerbe als „Kupferschmied und Eisenhändler“ an. Seitdem trägt das Unternehmen seinen Namen. Unter ihm erfolgt endgültig die Spezialisierung auf Herstellung von Braukesseln. Sein Geschäft ist so erfolgreich, dass er es vom Stammhaus auf ein größeres Gelände in der Bamberger Innenstadt verlegt.
Adalbert Schulz wird nicht nur zum Kupferschmied ausgebildet, sondern studiert darüber hinaus Maschinenbau in Hannover. Mit dieser bestmöglichen Ausbildung führt er das Unternehmen in Richtung Industriebetrieb. Neben der sich immer weiterentwickelnden Herstellung von Brauereimaschinen gewinnt auch der Apparatebau eine bedeutende Stellung.
Günter Schulz-Hess führt als Maschinenbauingenieur das Unternehmen seit dem Umzug an den neuen Standort am Bamberger Stadtrand im Jahre 1968. Er setzt Meilensteine bei der Automatisierung und Computerisierung der Brautechnik. Den Trend zur Neugründung von kleinen und mittleren Brauereien im In- und Ausland gestaltet er maßgeblich.
Johannes Schulz-Hess leitet als ausgebildeter Architekt das Familienunternehmen in der 10. Generation. Besonderes Augenmerk gilt der unternehmenseigenen Forschung, den technologischen Weiterentwicklungen, Innovationen und Optimierungen im Brauprozess, der Energieeffizienz im Hinblick auf die CO2-freie Brauerei und der Nachhaltigkeit.